Fast jeder hat sich vor dem Match gefragt, ob bei dem 7:1 der Vorwoche gegen Pama die tatsächlichen Möglichkeiten dieser Mannschaft erstmals so richtig zum Vorschein kamen oder ob es ein Glückstag war, an dem einfach alles gelang. Es ist sicher beides richtig und die Wahrheit wird wie immer in der Mitte liegen. Was sich im Spiel gegen Zurndorf dann auch zeigte.
Zurndorf war durch das 7:1 vorgewarnt, machte hinten dicht und suchte sein Heil im Konter. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass es sich für Neufeld um ein Geduldspiel handeln würde und es dauerte auch bis zur 33. Minute, ehe Emma Vlasiu mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0 für Neufeld einnetzte. Die Minuten danach waren Zurndorfs Spieler ein wenig mit Frust unterwegs und konnten dem Schiri danken, dass er seine Augen zweimal ganz fest zudrückte und zwei Spielern für schwere Fouls ohne Ball nur die Gelbe gab. Gleich nach diesen beiden Szenen gab es wieder ein Foul an einem Neufelder, der jedoch trotzdem den Ball Vlasiu perfekt zuspielen konnte, der rannte alleine auf den Tormann zu und..... wurde zurückgepfiffen. Es war ja ein Foul gewesen, also Freistoß für Neufeld. Vorteilsregel? Wurde angewandt. Zum Vorteil von Zurndorf. Oder so irgendwie.
Nach der Pause konnten die Gastgeber zehn bis fünfzehn Minuten das Match ein wenig offener halten, doch danach lief wieder alles so wie vor der Pause. Neufeld spielte, doch beim Abschluß der Angriffe blieb man immer wieder in den vielen gegnerischen Beinen im Strafraum hängen oder der Ball versprang sich auf dem Acker, auf dem man spielte. Die Distanzschüsse brachten auch nichts ein, also hieß es abwarten, Geduld haben, bis eine Lücke gefunden werden würde. Und als man endlich eine Lücke fand, der Ball sich am Acker nicht versprang und Schmitz wie eine Rakete in den Strafraum stürmte, konnte er von seinem Gegenspieler nur mehr mit einer perfekten Grätsche weggeräumt werden. Tja, üblicherweise gibt es für solche Vergehen angeblich einen Elfmeter; es wird schon seinen Grund gehabt haben, warum diese Regel hier außer Kraft gesetzt wurde.
Bei einem der wenigen Gegenangriffe passierte dann unserem sonst perfekt aufgetretenem Goalie der einzige Fehler im Spiel. Er berechnete eine Flanke nicht ganz richtig und so kam Zurndorf zu einem – billigen – Anschlußtreffer. Wobei – siehe erste Hälfte – der Torschütze eigentlich gar nicht mehr am Feld hätte sein dürfen. Bevor jetzt jemand diesen Fehler zu wichtig nimmt; bei Austria Wien gegen Salzburg ist dem Torhüter der Wiener absolut das gleiche Mißgeschick passiert. Ich möchte hier auch einmal festhalten, dass für mich ein Torhüter schon ein hohes Maß an Masochismus innehaben muss. Kommt für mich gleich nach dem Traumjob Schiedsrichter. Denn spielt ein Goalie ein perfektes Match und leistet sich nur einen einzigen Fehler, dann ist der leicht der Dumme. Verhaut ein Stürmer fünf 100%er und macht er dann das spielentscheidende Tor, dann ist er der King.
Doch wenn man um den Aufstieg mitspielen will, dann muss man solch Unbill auch wegstecken und somit war es Patrick Niklas, der mit seinem zweiten Tor an diesem Tage in der 79. Minute wieder den 2-Tore Abstand herstellte, der dann auch ohne Problem nach Hause gespielt wurde. Drei Punkte im Sack; Pama und Frauenkirchen haben sich die Punkte geteilt und damit ist Neufeld bereits auf Platz 3 in der Tabelle. Wir freuen uns schon auf den kommenden Samstag. Danke Burschen.













