
Nach Neudorf sind alle mit ein wenig gemischten Gefühlen gefahren. Nach einem Trainerwechsel hat Neudorf die letzten Spiele gewonnen und von überall hörte man von einer Aufholjagd, die nun einsetzen würde. Schließlich war Neudorf vor Beginn der Meisterschaft als erster Meisterschaftsfavorit gehandelt worden. Doch dann kam alles ganz anders und unsere Kicker bekamen recht, die überzeugt waren, in Neudorf drei Punkte abzuholen.
Schon nach fünf Minuten stand es 2 : 0 für Neufeld. Roland Moder und Matthias Schmitz machten mit den ersten beiden Torschüssen auch die ersten beiden Tore. Genial. Damit war fast alles klar gemacht, denn beim Gegner merkte man die sofort aufkommende Verunsicherung. Es wurde jede Schiedsrichterentscheidung kritisiert und es ist an sich unverständlich, dass der ansonst doch resolut auftretende Schiri sich das 90 Minuten lang ohne Plaztverweis gefallen ließ. Doch das war seine Sache.
Das Spielfeld war in einem denkbar schlechtem Zustand, was auch den Anschlußtreffer verursachte, als ein aufspringender Ball völlig unberechenbar über unseren Goalie sprang. Doch war dieser Treffer eher ein Zufall und hatte mit dem Spielverlauf nichts zu tun. Neufeld spielte und kontrollierte das Match. Die weiteren Tore waren nur eine Frage der Zeit und so konnten sich Matthias Schmitz noch zweimal, sowie auch Phillip Prechtl und Emma Vlasiu – mit einem routinierten Schupfer – in die Torschützenliste eintragen. Also auch diesmal wieder vier verschiedene Torschützen. Das zweite Tor der Gastgeber aus Neudorf fiel in der Schlußminute, als sich der Ball – aus der Finsternis kommend – auf das Haupt von Hoffmann senkte und der mit einem perfekten Kopfball Manfred Fiala keine Chance ließ. Mehr als eine kleine Ergebniskorrektur war dies aber auch nicht.
An dieser Stelle darf ich das „Flutlicht“ kurz erwähnen. Die Cornerfahnen lagen bereits im Dunkel; jeder hohe Ball verschwand in der Finsternis, um dann irgendwann und irgendwo wieder auf das im Dämmerlicht liegende Spielfeld zu fallen. Spannend.
Fazit: Unser Team kommt immer besser in Schwung und agiert vor allem als Team und nicht nur als Summe verschiedener Einzelaktionen. Und das ist ein Verdienst unseres professionellen Trainerteams, an die ich ein ganz grosses Danke richten möchte. Es gibt kaum einen Verein in der Liga, wo die Spieler derart exakt auf den jeweiligen Gegner eingestellt werden und jeder seine ganz bestimmte Aufgabe für das Match mitbekommt. Ich kenne auch andere – viele weiter oben und ohne Namen zu nennen – wo es u. a. als „Taktik“ geheissen hat „Burschen haut sas eine“. Es war daher eine goldrichtige Entscheidung der Vereinsleitung, mit einem eingespielten Trainerteam die Basis für den aktuellen Erfolg zu schaffen. Gratulation.













